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Die Neefer "Kusstafel" von Franz Josef Blümling
Inschrift: PACEM HABETE ET DEUS PACIS ERIG

Der Stifter wünschte dem Betrachter den Frieden und den Beistand des Friedensgottes, wie es aus der lateinischen Inschrift hervorgeht.

In dem monstranzähnlichen Behältnis, einer zierlichen Silberarbeit der niederländischen Spätrenaissance, angefertigt 1614 von Cornelius van de Waeter, wird ein winziges Stück der Kreuzreliquie aus dem Kloster Stuben aufbewahrt.

Über einem Oval zeigt das Behältnis in einem Rundbogenfeld eine Kreuzigungsgrupppe mit den Aposteln Petrus und Paulus an den Seiten, gekrönt von der Figur des Erzengels Michael.

Der Brauch, wonach die Neefer Gläubigen während der Messe die Reliquie am Feste der Kreuzerhöhung (14. September) küssten, entstammt vermutlich aus jener kriegerischen und unruhigen Zeit und gab dem Kunstwerk die Bezeichnung Kusstafel. Durch den Kuss wurde die Verehrung der Reliquie ausgedrückt und gleichzeitig Frieden erbeten.

 
 
 
 
Die Neefer "Kusstafel"
Literaturnachweise:
  Marx, J. - Geschichte des Erzstifts Trier
Wackenroder, Ernst - Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz
Bildnachweise:
  Kusstafel - Rheinisches Bildarchiv Köln
im nächsten Kapitel: Die Calmontrose
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