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Mosellieder von Franz Josef Blümling

Des Moselländers „Nationalhymne“

Im weiten deutschen Lande
zieht mancher Strom dahin.
Von allen, die ich kannte,
liegt einer mir im Sinn,
O Moselstrand, o selig Land!
Ihr grünen Berge, o Fluss und Tal,
ich grüß’ euch von Herzen
vieltausendmal.

Es kommt so stolz gezogen
der Strom im Sonnenschein
und schlinget seine Wogen
durch heller Hügel Reih’n.
O Sonnenglanz! O Wellentanz!
Ihr grünen Berge! O Fluß und Tal
Ich grüß‘ euch von Herzen,
viel tausendmal!

Und an des Stromes Bette,
all überall im Tal,
da stehen Dörfer, Städte
und Burgen ohne Zahl.
O Stadt und Land! O Stromesrand!
Ihr grünen Berge, o Fluss und Tal,
ich grüß’ euch von Herzen,
vieltausendmal!

Da blüh’n holdsel’ge Frauen
und manches Mädchen zart
und Männer magst du schauen
und Knaben guter Art.
O Männermut! O Liebesgut!
Ihr grünen Berge, o Fluss und Tal,
ich grüß’ euch von Herzen,
vieltausendmal!

Auf sonn’ger Bergesseite,
da steh’n die Reben schlank,
in tiefer Keller Weite,
da liegt manch kühler Trank.
O lichter Schein, o kühler Wein!
Ihr grünen Berge, o Fluss und Tal,
ich grüß’ euch von Herzen,
vieltausendmal!

Und volle Krüg und Flaschen
die sind an jedem Ort,
und wenn sind leer die Taschen
der gibt ein gutes Wort.
O, froher Sang! O Gläser Klang!
Ihr grünen Berge, o Fluss und Tal!
Ich grüß‘ euch von Herzen,
viel tausendmal

Wer fröhlich führt zum Munde
das Glas mit kühlem Wein,
dem duften auf dem Grunde
vieltausend Blümelein.
O Blümelein! O goldener Wein!
Ihr grünen Berge, o Fluss und Tal,
ich grüß’ euch von Herzen,
vieltausendmal!

So segne euch Gott, ihr Höhen.
Er segne Leut’ und Land,
die Reben, die da stehen
auf grüner Bergeswand.
O Moselstrand! O selig Land!
Ihr grünen Berge, o Fluss und Tal,
ich grüß’ euch von Herzen,
vieltausendmal!

Anmerkung zu diesem Lied: Das „Casine“ in Traben Trarbach suchte in 1846 mittels einer öffentlichen Ausschreibung ein Mosellied. Als Preis wurde ein Fuder Wein gestiftet. Von 171 Einsendungen wurde das Lied „Des Deutschen Rheines Braut“ von Otto jun. aus Dresden gewählt. Die Melodie stammte von seinem Vater. 1350 Flaschen gingen nach Sachsen. Das Lied wurde aber nicht wirklich popolär. Nach einem Jahr trat die Jury noch einmal zusammen und schaute nach dem 2. Preisträger: Das Lied „Im weiten deutschen Lande“ wurde vom Männergesangverein „Liederkranz Trier“ einstudiert und verbreitete sich schnell an der Mosel.

 
 
erschienen in
 
 
 
 
 
 
 
   
O Mosella!

Musik und Text: Karl Berbuer

Manches mal, manches mal,
zog vergnügt ich durch's Mosel tal;
sah die Täler und sah die Höh'n,
sah die lieblichen Madchen dort geh'n,
und vom Wein,
goss mand fein,
mir den edelsten Tropfen ein
doch wenn die letzte der Flaschen war leer,
dan rief ich nach mehr;

Refrain:
O Mosella!
du hast doch so viel Wein,
O Mosella!
trinkst du den Wein allein?
In deinem Garten Eden,
wachst doch der Wein für jeden,
und ohne Wein
kann ich nicht sein,
O Mosella!
Vater Rhein, du allein,
kennst am besten dein Töchterlein,
sie war immer so nett zu mir,
jetzt bekomm ich kein Tröpfchen von ihr,
Vater Rhein, muss das sein?
Sag' warum schenkt sie mir nichts ein?
Macht sie dasss dir vielleicht nach irgendwie,
nochmals frag' ich sie:

Refrain.
Nun hat sie mich erhört,
und sie schickt wieder ungestört
Kistenweise den Wein zu mir.
Aber ach, sie will D-Mark da für.
Wenn ich mal nicht bezahl,
Bläst sie mir was das nächste mal
Dan sage ich ihr mit flehendem Ton,
leisdurch's Telefon:

Refrain:

 
   
Hab' auf Erden manchen Freund

Hab' auf Erden manchen Freund,
Der es redlich mit mir meint:
Doch ist keiner mir so gut,
Wie der Mosel Rebenblut.
Glänzt im Glas er hell,
Denk ich auf der Stell':
Er ist doch ein wackerer,
Ein lieber Gesell!
Bin dem ganzen deutschen Land
Zugetan mit Herz und Hand;
Aber nach der Mosel hin
Zieht mich immerfort mein Sinn.
Ihre klare Flut
Weckt mir frohen Mut,
Und es schmeckt der Moselwein
Im Moselland so gut!

 
   
„O, du herrliche Mosel, felsgegürtet, weinumrankt!“

Vor uralten Zeiten da kam einmal
ein römischer Kaiser in’s Moselthal;
entzückt von der Gegend am Strom,
vergaß er die Heimkehr nach Rom.
Er schmückte die Berge mit Weingerank
und freut’ sich bass auf den duft’gen Trank;
er fühlte sich mehr wie zu Haus
und jauchzte in’s Tal weit hinaus:

„O, du herrliche Mosel!
Felsgegürtet weinumrankt,
sieh’ ich fand in deiner Nähe
was mein Herz verlangt!“

Viel Burgen und Schlösser entstanden gleich,
viel Städt’ und Dörfer im Moselreich,
auf sonnendurchglühtem Gestein
erblühte der süffigste Wein.
Da gab es ein Leben im Moselland,
die Römer waren aus Rand und Band,
ein jeglicher trank wie ein Schlauch
und jauchzte und jubelte auch:

„O, du herrliche Mosel!
Felsgegürtet ..... !“

Da kam just der Michel, der deutsche hin
und dacht’ in seinem german’schen Sinn:
Das Römervolk macht sich zu breit,
heraus mit dem Schwerte zum Streit!
Mit furor teutonicus packt er sie.
Die Römer flüchteten wie noch nie,
er hatte sie mächtig zerrauft
und jauchzte dann als er verschnauft:

„O, du herrliche Mosel!
Felsgegürtet ..... !“

Und dort, wo ihr silbernes Flutenband
die Mosel windet durch’s deutsche Land,
wo immer noch Reben gedeih’n
mit goldigem, köstlichem Wein,
im sagenumwobenen Moselthal,
da nimmt man heut noch, wie dazumal,
die weinvollen Römer zur Hand
und jauchz’t in das treu deutsche Land:

O, du herrliche Mosel!
Felsgegürtet ..... !“

 
im nächsten Kapitel: Neefer Stückelcher und Originale
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