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22. Erstes Gotteshaus für Neef von Franz Josef Blümling
Die Metzer Dom-Kirche St. Arnulf hatte in Neef seit 623 ein Weingut. Zur Verwaltung desselben wurde um das Jahr 900 an Moselufer die Burg gebaut, worin der Schuldheiß residierte. Etwa zur gleichen Zeit sollte auch ein Gotteshaus, eine „Capellae“, errichtet worden sein, das in der heute noch so bezeichneten Flur „Kapell“ stand.

Bevor das Neefer Weingut der St.-Arnulf gehörte, war es im Besitz des fränkischen Königs Dagobert I.. Es war eine Reichskirche und zwar noch bis zum Jahr 1140. Solche Reichskirchen waren die ältesten Gotteshäuser im Land.

Diese „Capellae“ war der hl. Katherine von Wraower geweiht – eine Heilige, die ansonsten nirgendwo Erwähnung findet. Jene Katherine war dabei, als König Dagobert II. mitsamt allen seinen Begleitern auf der Jagd im Walde von Wraower (bei Verdun) ermordet wurden. Katherine galt fortan als Heilige. Ihre Gebeine kamen als Reliquie hier in das Neefer Gotteshaus.

Als die „Capellae“ baufällig geworden war, wurde sie abgerissen. Die künftige Pfarrkirche war nunmehr die neuerbaute Kapelle auf dem Petersberg. Diese Pfarrkirche für Neef war nun nicht mehr eine Reichskirche. Die Peterskapelle unterstand dem Kloster Stuben.

Bei Weinbergsregulierungsarbeiten in neuerer Zeit fand man ganz deutliche Relikte in der Flur „Kapell“, die auf die frühere „Capellae“ hinwiesen. Sie stand inmitten eines Friedhofes.

Die ausführliche Geschichte der „Capellae“ kann auf dem Rundgang nur verkürzt dort unter geschildert werden. Näheres ist unter www.naves-historia.de und 7. Nevim in der Frankenzeit zu erfahren.

 
 
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