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4. Das erste Schulhaus für Neef von Franz Josef Blümling
Bis 1778 wurde hier unterrichtet.

Erster Schulmeister war Johann Franz Arenz, der auch nebenbei Schuster war.

Er unterrichtete die Schüler in seiner Werkstatt, während er seinem Handwerk nachging. Dadurch litt seine Schulmeistertätigkeit. Eine große Schulvisitation des letzten Kurfürsten Klemens Wenzeslaus stellt fest, dass er
morgens die Kinder zweimal aus der Schule gehen lässt, die Kirchenampel (Ewiges Licht) vernachlässigt und die Kirchenuhr unregelmäßig aufzieht.

Weiter wird ihm angelastet, dass er zu viel seiner Arbeit (als Schuster) nachgeht und zu wenig seiner Aufgabe als Schulmeister wahrnimmt.

Diese erste Schule war eine sogenannte „Sonntagsschule“. Nur an Sonntagen wurde unterrichtet, da an Werktagen die Kinder Arbeiten, wie
- Holzsammeln,
- Stall misten,
- Kartoffel auf dem Felde aufsammeln verrichten mussten,
- und auch bei der Heuernte
und nicht zuletzt bei der Weinlese helfen mussten.

Es gab übrigens in dieser Zeit noch nicht den Beruf des Lehrers, sondern den des Schulmeisters. Zucht und Ordnung war bei ihm oberstes Gebot, und dabei war recht oft der Stock das Mittel zum Zweck. Die Prügelstrafe war gang und gäbe. Es gab sie übrigens auch noch in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg.

Das Haus wurde in den 60er Jahren abgerissen, weil es den aufkommenden Straßenverkehr hinderte.

Übrigens: In St. Aldegund hielt der damalige Lehrer als „Nebenerwerb“ den Gemeindebock.

 
 
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Hier wurde früher unterrichtet
 
Der Schulmeister bei einer üblichen Züchtigung
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