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26. Das Heiligenhäuschen im Neefer Bachtal von Franz Josef Blümling
Unsere Vorfahren litten immer wieder große Not. Oft wurden Kriege geführt und Fehden ausgetragen. Es kursierten Cholera und die Pest. Die Abgaben an die Herrschaften waren kaum aufzubringen. Aus dieser Situation heraus vertraute man sich Gott und seinen Heiligen an und betete schon 1403 in einer Kapelle im Neefer Bachtal und bat um Hilfe und Linderung der Drangsale.

Dieses kleine Gotteshaus stand ursprünglich an einem Feldweg nahe der Mühle. Es gehörte, wie auch die Mühle, den Herrschaften.

Auf dem Altar lagen Kirchengaben, von denen Kerzen und Öl für die Lampen bezahlt wurden.

Der Zehnte stand dem Kaplan von Neef zu und machte drei Malter Korn aus. Er war am Martinustag zu entrichten.

Ein Bild aus der Kapelle von der Schmerzhaften Mutter Gottes stammte aus dem Jahr 1403 und ist verschollen. Es wurde 1624 durch einen Bildstock, ersetzt. Ein Neefer Bewohner hat das Werk 1876 aus Dankbarkeit dafür, dass er den Krieg 1870/71 als Soldat glücklich überlebte, renoviert.

Nach einer alten Überlieferung soll das Material des Bildstockes aus zwei ineinander verwachsenen Weiden bestehen, die in der Natur den Künstler an den Leichnam Christi im Schoße seiner Mutter erinnerten und ihn zur Errichtung seines Werkes animierten.

Als um das Jahr 1900 im Bachtal intensiv Wein angebaut wurde, war der bisherige Feldweg zu schmal geworden. Die Verbreiterung desselben machte es erforderlich, dass die dort stehende kleine Kapelle auf die heutige Stelle als sogenanntes „Heiligenhäuschen“ verlegt wurde.

 
 
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Das Heiligenhäuschen wird stets liebevoll von Neefer Bürgern gepflegt
 
 
 
Literaturnachweise:
   
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