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Wie das Neefer Eulenköpfchen zu seinem Namen kam von Franz Josef Blümling
Im Turm der altehrwürdigen Peterskapelle, die Pfarrkirche für Neef war, hausten dereinst Eulen. Sie konnten ihre Behausung ohne Schwierigkeiten durch offene Fenster erreichen. Im Gebälk fühlten sie sich wohl und ungestört. An Geläut, Gesängen und Gebete der frommen Christen hatten sie sich längst gewöhnt.

Sicherlich wäre die Behausung der ansonsten nützlichen Tiere weiterhin geduldet worden, wenn nicht die Fäkalien dieser Vögel in schon entwürdigender Art und Weise das Innere des Kirchenschiffes beschmutzt hätten. Und auch das Dachgebälk wurde durch die ätzenden Sekrete arg in Mitleidenschaft gezogen. Diesem Missstand musste Abhilfe geleistet werden, und in einfachster Form wurden die Turmfenster mit Brettern vernagelt.

Die nun obdachlosen Eulen flogen, eine Turmöffnung suchend, aufgeregt umher und ließen sich zwischendurch auf den Bäumen der naheliegenden Kuppe nieder. Dieses Schauspiel beobachteten die Neefer voller Aufmerksamkeit und nannten der Bergkopf seither „Eulenköpfchen“.

 
 
erschienen in:
Rheinzeitung Nr. 278, 30. November 1995
 
 
 
 
Eulen umfliegen den Turm der Peterskapelle und finden keinen Einlass mehr
 
Literaturnachweise:
  Allgemeines Volkswissen
Bildnachweise:
   
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