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Das Saufgelage auf der Bullayer Kirmes von Franz Josef Blümling
Zur Bullayer Kirmes von nah und fern,
da zogen die Bauern und adlichen Herrn.
Auf der Wiese da glänzten die Zelte so licht.
Da drängte das Volk sich in Haufen so dicht:

Die Pfeifen erklangen,
sie tanzten und sprangen,
und lagerten rings um die Feuer sich her,
und thaten sich gütlich und zechten gar schwer.

Mit hergebracht hatt’ von Merl der Zant
einen Hauptmann von Limburg, Hattstein genannt.
Ein Kämpe gewaltig, von altem Blut,
und Trinker fürwahr nicht minder gut.

Der that sich erheben:
„Der Kaiser soll leben!“
Und fasst’ sein Ohmfass (163 Ltr.), und hobs’s an den Mund,
und trank behaglich aus offenem Spund.

Das sahen die Herrn voll Staunen und Neid,
und harrten ob keiner ihm thäte Bescheid.
Da bedächtig von Neef und von Aldegund
die Heimburger (Ortsvorstände) hoben die Fässer zum Mund:

„Der Kaiser soll leben,
unser Kurfürst daneben,
und die Aebtin von Marienburg auch noch dabei!“
So sprachen und tranken die wackeren Drei.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Literaturnachweise:
  Floris, Ernst - Sagen und Lieder vom Rhein und von der Mosel
Bildnachweise:
   
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